Im Kurszentrum des SONNENBERG werden Kurse für Kinder und Jugendliche mit einer Sehschädigung, für ihre Eltern und Geschwister sowie für Angehörige durchgeführt.
Ausserdem bieten wir Sensibilisierungs- und Weiterbildungsveranstaltungen für pädagogisches und therapeutisches Personal an, wie auch für Lehrpersonen der unterschiedlichsten Einrichtungen des Bildungs- und Erziehungswesens. Darüber hinaus kooperieren wir in Fragen der Weiterbildung auch mit Ausbildungs- und Bildungsinstitutionen der Berufsbildung.
Als wichtige Ergänzung zum Unterricht an ihrer angestammten Schule werden Förderkurse für Kinder und Jugendliche mit einer Sehschädigung vor allem in Wochenkursen durchgeführt. Diese Kurse stellen einen wichtigen Beitrag zum Gelingen der integrativen Schulung dar. Während der Kurszeit wohnen und lernen die jungen Menschen gemeinsam im SONNENBERG.
In den Kursen haben die Kinder und Jugendlichen die Gelegenheit, andere sehgeschädigte junge Menschen kennen zu lernen und sich mit ihnen über ihre Erfahrungen und Erfolge, Wünsche und Träume auszutauschen. Erlittene Verletzungen können verarbeitet werden und viele Fragen, die zu einem Leben mit erschwertem oder nicht vorhandenem Sehen gehören, finden so Antworten unter den Betroffenen. Es ist für die Kinder und Jugendlichen wichtig zu merken, dass sie mit ihren Problemen nicht alleine sind.
Menschen mit einer Sehschädigung benötigen besondere Hilfsmittel, Fertigkeiten und Techniken, um möglichst unabhängig durchs Leben gehen zu können. Im SONNENBERG erhalten sie die Gelegenheit, den Umgang mit dem Computer sowie mit optischen und anderen elektronischen Hilfsmitteln zu lernen und die Kenntnisse zu vertiefen.
Das Training von Orientierung und Mobilität (O+M) und das Erlernen von lebenspraktischen Fertigkeiten (LPF) erlauben mehr Selbstständigkeit und Sicherheit in der Schule, im Beruf und im Alltag. Auch hier spielen Austausch und gegenseitige Anregung eine wichtige Rolle. Ein geschützter Rahmen und eine Atmosphäre des Vertrauens bilden wichtige Voraussetzungen, um mit Abstand Erlebnisse des Alltags zu betrachten und vielleicht neu zu bewerten.
Unter Betroffenen kann die positive Auseinandersetzung mit der eigenen Behinderung gefördert werden. In den Kursen sammeln die Teilnehmenden Kraft und kehren mit gestärktem Selbstbewusstsein in den Alltag zurück.
Diese dienen in erster Linie dem Austausch unter Betroffenen. Auch hier entstehen im Laufe der Zeit Freundschaften. Menschen, die gut miteinander vernetzt sind, sind eher in der Lage, positiv mit Problemen umzugehen und kreative Lösungen zu finden. In den Elternkursen und den Familienwochenenden geht es um alle Fragen, die sich daraus ergeben, Eltern oder Angehöriger eines sehgeschädigten Kindes zu sein.
Diese Kurse für pädagogisches und therapeutisches Personal sowie für Lehrpersonen der unterschiedlichsten Einrichtungen des Bildungs– und Erziehungswesens zielen auf eine frühe und kontinuierliche Förderung der Kinder mit einer Sehschädigung. Entscheidende Bereiche wie Wahrnehmung, Bewegung, Sprache oder Sozialverhalten werden negativ beeinflusst, wenn die Förderung zu spät einsetzt. Die Weiterbildung soll über die möglichen Auswirkungen einer Sehschädigung informieren, das Verständnis für die Entwicklung und das Verhalten vertiefen und darüber hinaus konkrete Anregungen für die Bildung und Erziehung des Kindes und des Jugendlichen mit einer Sehschädigung vermitteln.
Wir sind überzeugt, dass die Kombination von Kursen für die Kinder und Jugendlichen, ihre Familien und die betreuenden Fachpersonen sowie die Beratung und Unerstützung vor Ort der notwendige Boden sind, um Integration erfolgreich zu gestalten und nicht zuletzt die Tragfähigkeit aller – Familie, Schule und Umfeld – entscheidend zu verbessern.
Auskunft zu diesem Angebot erhalten Sie von unserer Leitung Begleitende Dienste: Tel. 041 767 78 33