Internat

Im Internat des SONNENBERG leben die Schülerinnen und Schüler in familienähnlichen, altersdurchmischten Gruppen. Acht bis neun Kinder und Jugendliche beider Geschlechter wohnen zusammen auf einer Gruppe. Eine Gruppenwohnung besteht aus gemeinsamen Wohn- und Sanitärräumen, einer Küche, Ein- oder Zweibettzimmern für die Kinder und Jugendlichen sowie einem Büro und Schlafräumen für das sozialpädagogische Personal.

Das Zusammenleben

Die familienähnliche Struktur der Gruppe ermöglicht den Kindern und Jugendlichen das Erleben von Geborgenheit und Zuwendung auch ausserhalb der Familie. Im Zusammenleben mit den anderen Bewohnern haben sie die Gelegenheit, ihre sozialen Kompetenzen zu erweitern, Freundschaften zu knüpfen, Verantwortung zu übernehmen und den Jüngeren ein Vorbild zu sein.

An den regelmässigen Gruppensitzungen gestalten die Kinder und Jugendlichen unter Anleitung der Sozialpädagogen den Alltag und gemeinsame Freizeitaktivitäten. Hier können auch Konflikte besprochen und tragfähige Lösungen gesucht werden.
Neben den für alle Schülerinnen und Schüler des SONNENBERG verbindlichen Regeln hat jede Gruppe eigene Normen, die das Gruppenleben ordnen (Arbeiten, Tischmanieren, Bettzeiten usw.).

Nebst der Teilnahme an den vielfältigen Freizeitangeboten des Internats und der Tagesschule werden die Kinder und Jugendlichen auch zum Mitmachen bei Sport- und Freizeitaktivitäten in der Gemeinde Baar und Umgebung animiert.

Ein Mitglied des Betreuungsteams übernachtet jeweils auf der Gruppe, sorgt für die Einhaltung der Nachtruhe und ist für die Kinder und Jugendlichen jederzeit erreichbar.

Die Internatswoche beginnt am Sonntagabend zwischen 18:00 und 21:00 Uhr und endet in der Regel am Freitag um 16:00 Uhr. Am Freitag bieten wir an, die Schülerinnen und Schüler mit dem Zug bis nach Zürich HB zu begleiten.

Sozialpädagogische Leitideen

Die Betreuungsteams setzen sich aus drei bis vier Personen zusammen. Die Gruppenleiterin und möglichst auch die Miterzieherin sind ausgebildete Sozialpädagogen. In einer Internatsgruppe können auch ein Sozialpädagoge in Ausbildung oder ein Praktikant arbeiten.

Alle Mitarbeitenden des Internats absolvieren eine blinden- und sehbehindertenspezifische interne Weiterbildung.

Die Zusammenarbeit und der Austausch mit den Eltern bilden einen wichtigen Bestandteil unserer Arbeit und dienen der Förderung des Kindes und des Jugendlichen. Von grosser Wichtigkeit ist die interdisziplinäre Kooperation der Sozialpädagogen mit allen Fachpersonen der Institution.

Die Erziehung zur Selbstständigkeit, der Aufbau des Selbstbewusstseins, das Fördern lebenspraktischer Fertigkeiten und der positive Umgang mit der eigenen Behinderung stehen im Mittelpunkt der sozialpädagogischen Arbeit.

Es gibt viele Gründe für die Wahl des Wocheninternats. Der naheliegendste Grund ist eine zu grosse Distanz zwischen Wohnort und dem SONNENBERG. Das Wocheninternat leistet auch einen wertvollen Beitrag zur Förderung der Selbstständigkeit und kann die Ablösung vom Elternhaus im Hinblick auf den Eintritt ins Erwerbsleben erleichtern.

Es ist auch möglich, nur einen Teil der Woche im Internat zu verbringen. Fällt die Wahl auf das Teilinternat, vereinbaren Eltern, Kind oder Jugendlicher und Institution die Nächte, die im SONNENBERG verbracht werden.

Schnuppertage oder Schnupperwochen sowie eine Vereinbarung über die sozialpädagogische Betreuungsform sind Bestandteil des Aufnahmeverfahrens. Am Ende der Probezeit werten die Beteiligten die gewählte Variante aus.

Jeweils auf Beginn eines neuen Schuljahres kann vom Internat ins Teilinternat oder in die Tagesschule gewechselt werden.

Auskunft zu diesem Angebot erhalten Sie von unserer Heimleitung: Tel. 041 767 78 33

Bilder-Potpourri vom SONNENBERG in Baar