Sonderschule für sehgeschädigte Kinder mit zusätzlicher Mehrfachbehinderung

Unterrichtsorganisation

Die schulischen und therapeutischen Massnahmen werden individuell auf die Bedürfnisse der Schülerin und des Schülers abgestimmt.

In den Klassen für sehgeschädigte Kinder mit zusätzlicher Mehrfachbehinderung arbeiten im Idealfall vier Personen mit unterschiedlichen Aufgaben- und Ausbildungsschwerpunkten zusammen (Klassenlehrperson, Ergänzungslehrperson, Fachperson Rehabilitation, Betreuungsperson und Fachperson Pflege).

Die schulischen und therapeutischen Massnahmen werden individuell auf die Bedürfnisse der Schülerin und des Schülers abgestimmt. Der Unterricht findet in jahrgangsübergreifenden Klassen von drei bis sechs Schülerinnen und Schülern statt, welche unter Berücksichtigung der individuellen Bedürfnisse, Möglichkeiten und der Entwicklung zusammengestellt werden.

Die Klassenlehrperson verfügt über eine Ausbildung in schulischer Heilpädagogik. Sie ist verantwortlich für den Unterricht sowie die Planung, Durchführung und Überprüfung sämtlicher Fördermassnahmen aller Schülerinnen und Schüler in ihrer Klasse.

Die Ergänzungslehrperson nimmt im Rahmen des Unterrichts und der integrativen Förderung die besonderen Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler wahr und ergänzt somit die Klassenlehrperson in ihrer Arbeit.

Die Fachperson Rehabilitation ist im Rahmen des täglichen Unterrichts verantwortlich für die Förderung und das Training von Orientierung und Mobilität (O+M), die Unterstützung in Low Vision und gemeinsam mit der Klassenlehrperson für das Erlernen und Üben lebenspraktischer Fertigkeiten innerhalb der Klasse.

Die Betreuungsperson übernimmt in Absprache mit den verantwortlichen Fachpersonen Betreuungs-, Pflege- und Begleitungsaufgaben innerhalb der Klasse und im Rahmen des Tagesschulangebotes.

Unterrichtsinhalte

Für jede Schülerin und jeden Schüler wird die Erziehungs- und Förderplanungen individuell erarbeitet und überprüft.

Für jede Schülerin und jeden Schüler wird die Erziehungs- und Förderplanung individuell erarbeitet und überprüft. Die Förderplanung umfasst nicht nur schulische, sondern auch erzieherische, lebenspraktische und therapeutische Ziele.

Mit der Erziehungs- und Förderplanung wird der individuelle Förderbedarf sowie die Planung, Durchführung und die Auswertung der heilpädagogischen und therapeutischen Prozesse ermittelt.

Das Therapieangebeot umfasst Logopädie, Esstherapie, Physiotherapie, Snoozelen, Wassertherapie Psychomotoriktherapie, Ergotherapie, Maltherapie und heilpädagogisches Reiten.

Der Aufbau der Kommunikation ist eine zentrale Aufgabe der heilpädagogischen Arbeit. Unter Kommunikation wird nicht nur die Sprache verstanden, sondern auch alle nonverbalen Ausdrucksmöglichkeiten.

Das soziale Lernen in der Gruppe und der Schulgemeinschaft spielt eine wichtige Rolle. Die Gestaltung des Alltags mit Ritualen, Musik, Theater usw. schult den eigenen Ausdruck und das Verhalten in der Gruppe.

Die Selbstversorgung in Körperhygiene, Kleidung, Ernährung usw. wird im integrierten lebenspraktischen Unterricht (LPF) handlungsbezogen gelernt.

Beim Unterricht in Orientierung und Mobilität (O+M) geht es um die Vermittlung von Wahrnehmungsfunktionen und Körperschutztechniken sowie um die Verbesserung grundlegender Orientierungsfertigkeiten und die Sensibilisierung der übrigen Sinne. Die Kinder erlangen dabei die grösstmögliche Selbstständigkeit.

Die Kulturtechniken wie Schreiben, Lesen und Rechnen dienen der lebenspraktischen Handlungskompetenz und der Vermittlung von Allgemeinbildung und Kultur. Sie werden im Schulalltag soweit unterrichtet, wie beim einzelnen Kind die Voraussetzungen entwickelt sind.

Auskünfte zu diesem Angebot erhalten Sie von der Schulleitung: Tel. 041 767 78 33

Bilder-Potpourri vom SONNENBERG in Baar