Berufsfindungsjahr

Das Berufsfindungsjahr ergänzt das Aufbau- und Brückenjahr (ABJ) und das Berufsvorbereitungsjahr (BVJ).

Berufsfindung

Im Berufsfindungsjahr werden zugewiesene Jugendliche ihren speziellen Bedürfnissen entsprechend gezielt gefördert. Die Möglichkeiten des Eintritts in eine berufliche Grundausbildung werden abgeklärt. Die Abklärungen können ergeben, dass eine Ausbildung mit Unterstützung der IV erfolgen kann. Deshalb ist ein Aufnahmekriterium, dass die Erziehungsberichtigten sich bereit erklären müssen, mit der IV zusammen zu arbeiten.

Das Berufsfindungsjahr als spezialisiertes sonderpädagogisches Orientierungsjahr ist für Jugendliche vorgesehen, welche vorgängig über längere Zeit in der Regelklasse integriert und mit angepassten Lernzielen in mehreren Fächern heilpädagogisch betreut worden sind.

Die Berufswahlreife steht zunächst im Vordergrund. Für die Zielerreichung werden je nach Voraussetzungen mehrere Schnupperlehren oder Berufspraktika absolviert. Nach der Klärung des Berufwahlentscheids geht es um die Grundkompetenzen im Bewerbungsablauf. Das Bewerbungsdossier, die gezielte Suche nach einem geeigneten Ausbildungsplatz sowie die Abfolge einer Bewerbung werden trainiert.

Sobald eine berufliche Anschlusslösung vertraglich festgelegt worden ist, beginnt die Vorbereitung auf den Übertritt in die Berufsausbildung. Die Lernenden arbeiten in dieser Phase individuell an ihren Zielen.

Individualisierter Unterricht

Der Unterricht ist auf die besonderen individuellen Bedürfnisse der Jugendlichen ausgerichtet.

Der stark individualisierte Unterricht erfolgt im Klassenverband, ergänzt durch Einzel- und Kleingruppenunterricht. Es wird zudem auch projekt- und anlassbezogen sowie in wechselnden Sozialkonstellationen gearbeitet. Verschiedene Gemeinschaftsaktivitäten stärken den Zusammenhalt und verstärken die Zielsetzung im Berufsfindungsjahr: Teilhabe an der Gesellschaft durch den Eintritt in die Berufswelt.

Spezielle Unterrichts- und Arbeitsformen richten sich nach den Bedürfnissen und Möglichkeiten der Jugendlichen oder des jeweiligen Fachs.

Für die Beurteilung nutzen wir ausschliesslich die Form von Lernberichten.