Veröffentlicht am: 23. September 2025
Pünktlich zu den Tagen der offenen Tür im Juni 2025 präsentiert der SONNENBERG die neue Signaletik. Was ist das Spezielle daran? Auf den Übersichtsplänen sind die Gebäude und deren Beschriftungen als Relief gestaltet, farblich hinterlegt, mit Braille beschriftet und bietet somit sehenden und sehbeeinträchtigten Menschen verschiedene Möglichkeiten sich zu orientieren. Weiter wird an strategisch wichtigen Punkten NaviLens eingesetzt. Eine App die durch Sprachausgabe die Orientierung erleichtern soll. Nach der Aussenanlage werden nun Schritt für Schritt die Innenräume beschriftet.
Die Signaletik wurde ausschliessliche durch Spenden finanziert – herzlichen Dank an die Spender*innen für die Unterstützung bei der Realisierung dieses wegweisenden Projekts für Inklusion, Selbstbestimmung und Teilhabe.
Der SONNENBERG – ein Ort im Wandel mit neuen Perspektiven und neuem Leitsystem
Der SONNENBERG ist ein besonderer Ort – das Kompetenzzentrum begleitet Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit unterschiedlichen Bedürfnissen. In den kommenden Jahren wird das Areal umfassend transformiert: Neue Gebäude entstehen, bestehende Strukturen werden angepasst, das Areal öffnet sich für neue Nutzergruppen. In diesem Zusammenhang erhält auch die Signaletik – das Leitsystem für Orientierung und Information – eine grundlegende Neugestaltung.
Die Architektur des SONNENBERG wurde ursprünglich gezielt auf die Bedürfnisse sehbeeinträchtigter Menschen ausgelegt. Mit der zukünftigen Arealentwicklung muss die Signaletik verschiedenen Bedürfnissen gerecht werden, barrierefrei, inklusiv und flexibel sein.
Das übergeordnete Ziel ist es, allen Menschen – unabhängig von ihrer Sehkraft, Mobilität oder kognitiven Fähigkeiten – eine sichere und selbstständige Orientierung zu ermöglichen. Gleichzeitig muss das System mit den kommenden Veränderungen des Areals mitwachsen können.
Worauf wurde bei der inklusiven Signaletik geachtet?
Blinde und sehbeeinträchtige Menschen orientieren sich vor allem über den Tastsinn, den Hörsinn und den Geruchssinn. Für sie – und für viele andere – wurden bei der Signaletik verschiedene Orientierungselemente kombiniert:
- Taktile Hinweise: Wie beispielsweise tastbare Symbole an Türen, Brailleschrift, tastbare Orientierungspläne
- Taktile Bodenleitlinien: Sie geben blinden Menschen mit dem Langstock Orientierung
- Akustische Signale: Wie zum Beispiel Sprachansagen oder Signaltöne
- Visuelle Signale: Kontrastreiche Farben, klare Piktogramme, einfache Sprache
- Technologieeinsatz: NaviLens, eine App-basierte Orientierungshilfe mit farbcodierten QR-Codes
Diese Komponenten ergänzen sich und ermöglichen eine multisensorische Orientierung, die demnach über verschiedene Sinneskanäle zugänglich ist. Weiter legt der SONNENBERG auf Klarheit, Eindeutigkeit und Reduktion auf das Wesentliche. Im Zentrum stehen Inklusion, Selbstbestimmung und Teilhabe – eine Haltung, die im SONNENBERG tief verankert und gelebt wird.
Wir laden Sie herzlich ein, den SONNENBERG zu besuchen und die Signaletik anzuschauen. Das Areal ist öffentlich und somit auch ausserhalb der Öffnungszeiten zugänglich.



