Veröffentlicht am: 6. Februar 2026
Kaum hat der Winter begonnen, fiebern die Schüler*innen des Angebots Sehen dem Skilager in Celerina entgegen. Im Januar war es dann endlich soweit – einige Schüler*innen haben mutig ihre ersten Schwünge gemacht, während andere mehrmals die blauen und roten Pisten hinunterkurven.
Haben Sie sich vielleicht auch schon gefragt, wie sehbeeinträchtige Menschen das Skifahren erleben? Im nachfolgenden Beitrag nehmen Schüler*innen Sie mit durch die Woche in Celerina – die Freude, Begeisterung und das gemeinsame Miteinander ist spürbar.
Das Skilager wird grossmehrheitlich durch Spenden finanziert. Weiter dürfen wir seit mehreren Jahren auf das tolle Engagement der Skischule St. Moritz zählen – denn jeder Schüler bzw. jede Schülerin arbeitet die gesamte Woche über mit einem Skilehrer bzw. einer Skilehrerin an der Weiterentwicklung des individuellen Könnens
Liebe Spenderinnen und Spender, liebe Skischule St. Moritz – herzlichen Dank für die grossartige Unterstützung.
Die Reise nach Celerina
Sonntagmorgen, 9:30 im SONNENBERG: Die Spannung liegt in der Luft! Alle warten gespannt auf den Reisebus. Punkt 10:00 Uhr geht’s endlich los – pünktlich wie ein Schweizer Uhrwerk.
Die Anreise? Entspannt, aber laut – zumindest am Anfang. Einige Schüler*innen konnten ihre Aufregung kaum bändigen, andere hatten noch schwer mit dem frühen Aufstehen zu kämpfen und dösten friedlich vor sich hin. Zum Glück: Der Bus war bequem, ruhig und perfekt für eine kleine Erholung zwischendurch.
Um 10:45 Stopp in Pfäffikon – noch schnell ein paar Schüler*innen eingesammelt, dann weiter Richtung Abenteuer.
Gegen 12:00 erreichen wir das sagenumwobene Heidiland. Zeit für die grosse Pause! Nach weiteren Kilometern ist es dann endlich so weit: Gegen 14:00 Ankunft in Celerina! Die Ferienwoche vergeht wie im Rausch – viel zu schnell, wie immer.
Doch dann der Abschied: Freitag, 14:00 Uhr, der Bus rollt wieder los Richtung Heimat. Noch einmal Halt im Heidiland um ca. 16:00 Uhr – letzte grosse Pause. Um 17:00 Uhr Ankunft in Pfäffikon, wo sich die ersten Schüler*innen verabschieden und ihren Heimweg antreten.
Schliesslich, 18:00 Uhr, zurück im SONNENBERG. Alle gesund, alle munter – und mit jeder Menge Erinnerungen im Gepäck.
Blindes Vertrauen und Pisten-Glück: Mein Kampf zurück ins Ziel
Was für eine Woche! Ich sag’s euch wie es ist: Es war eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Blind auf Skiern, nur mit einem Funkgerät im Ohr – das ist kein Zuckerschlecken. Anfangs hatte ich richtig Schiss. Mein Skilehrer schrie mir ins Ohr: „Lass laufen!“, aber ich hatte keinen Plan, wo er überhaupt stand. Die Orientierung war komplett weg, ich konnte links und rechts kaum unterscheiden. Das war purer Stress!
Doch dann die Wende: Wir sind die blaue Piste an der Glüna gefahren. Gott sei Dank war die so schön breit! Klar, ich bin ein paar Mal ordentlich hingefallen, aber ich bin jedes Mal wieder aufgestanden. Ich bin sogar alleine gefahren! Das war sehr anstrengend, aber ich war auch stolz auf mich.
Am Donnerstag wurde es dann ernst: Das Skirennen stand an. Zum Glück mussten wir nicht von ganz oben los, sondern starteten beim Zauberteppich. Und was soll ich sagen? Ich hab den 12. Platz geholt! Ein echtes Erfolgserlebnis. Am Nachmittag durfte ich an einem kleinen Hang alleine meine Kurven ziehen. Endlich hat es Klick gemacht. Ein hartes Stück Arbeit, aber am Ende bin ich einfach nur froh, dass ich es durchgezogen habe!
Skirennen
Im Skilager gibt es jedes Jahr ein Riesenslalom-Rennen. Das Rennen besteht aus zwei Läufen und zwei verschiedenen Wertungen. In der ersten Wertung gewinnt die Person mit der schnellsten Zeit. In der zweiten Wertung wird geschaut, wer in beiden Läufen genau die gleiche Zeit fährt.
Es gibt zwei verschiedene Startpunkte: Einer ist für die Anfänger*innen, der andere für diejenigen, die schon besser Ski fahren können.
Bei der Rangverkündigung waren wir alle sehr gespannt und auch ein bisschen nervös. Am Ende bekamen wir Taschen und Medaillen. Danach machten wir gemeinsam ein Foto. Wir waren alle sehr glücklich.
Clubabend
Die Vorbereitung für den Clubabend hat schon letztes Jahr angefangen. Ich war verantwortlich für die ganze Organisation vor allem für die Bar und DJ-Anlage. Becher, Getränke und die Snacks haben viel Überlegung gebraucht – vor allem wie viel, von was gebraucht wird und welche Musik gespielt werden soll. Gemeinsam mit meinen Klassenkolleg*innen wurde das zu einem Erfolg.
Damit auch die Primarschüler teilnehmen konnten, haben wir die Türen um 19.30 Uhr geöffnet und eine Kinderdisco veranstaltet. Um 20.00 Uhr hat die Party für die Oberstufe begonnen. Es wurden sehr gute Lieder gespielt. Alle sind am Tanzen, und viele gehen zur Bar und bestellen sich Getränke. Die Stimmung ist lustig. Zwei Personen haben mit einer Flagge getanzt, und Ballone sind geflogen. Die Stimmung war toll, man hat bemerkt, dass viele Spass hatten und, dass die Musik gepasst hat. Ich glaube, dass alle Schüler*innen und Lehrpersonen Freude hatten und, dass das Tanzen sicher für jedem gutgetan hat.


